In einem vergangenen Blogbeitrag zum Thema „Pendlersyndrom“ wurden bereits mögliche negative Auswirkungen des Pendelns thematisiert. Es soll zudem auch Pendler geben, die lange Anfahrtsstrecken nicht als stressig empfinden. Dennoch stellt Pendeln immer eine Art Zeitverschwendung dar. In diesem Beitrag folgen einige Tipps zur effektiven Zeitnutzung während des Pendelns. Dabei muss jeder für sich selbst herausfinden oder einfach mal ausprobieren, was für ihn funktioniert und was nicht.

Tipp 1: Die Tagesplanung erledigen

Die morgendliche Strecke zur Arbeit lässt sich ideal zur Tagesplanung nutzen. Sowohl bei der Anreise mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn und Zug. Die Planung kann berufliche To-dos und Freizeit-Themen umfassen. Das spart viel Zeit, die ansonsten wahrscheinlich von der eigenen Freizeit oder von der Zeit im Büro abgehen würden. Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich diese Planung noch effektiver über Apps zur Aufgabenverwaltung gestalten. Der Blogbeitrag von Kontist gibt einen guten Überblick über verschiedene Möglichkeiten zur Planung und Verwaltung von Terminen.

Tipp 2: Arbeiten

Tipp 1 lässt schon darauf schließen, dass man während der Anfahrtszeit zum Büro schon die ersten Arbeitsschritte erledigen kann. Bei der Anfahrt via Auto ist man natürlich etwas eingeschränkter, da hängt es vom Job ab, ob die ersten Aufgaben (gegebenenfalls schon über Telefonate) abseits des Arbeitsplatzes erledigt werden können oder eben nicht. Nutzt man öffentliche Verkehrsmitteln, können problemlos erste Mails gelesen und beantwortet werden sowie Meetings vorbereitet und Präsentationen durchgegangen. Insbesondere Arbeitnehmer mit langem Arbeitsweg haben häufig Abkommen mit ihrem Arbeitgeber, dass diese Zeit schon teilweise als Arbeitszeit angerechnet werden kann. Vielleicht klappt das ja auch bei deinem Job – Frag doch mal nach!

Tipp 3: In sich investieren

Ist der Wohnort viele Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt, ist es sinnvoll, sich auf dem Arbeitsweg auch mit Themen zu beschäftigen, die nicht nur mit dem Beruf zu tun haben. Eine Möglichkeit, die Fahrzeit sinnvoll zu nutzen, ist die Investition in sich selbst. Du wolltest schon immer eine neue Sprache lernen, deine Präsentationstechnik oder Skills in Excel verbessern? Das Pendeln zur Arbeit stellen die ideale Möglichkeit dar, dies zu tun. Ob via App, Tutorial oder Buch – es gibt mittlerweile unzählige Optionen und da ist sicher auch die richtige für dich dabei. 

Tipp 4: Die Umwelt aktiv wahrnehmen…

ist Zeitverschwendung? Von wegen! Achtsamkeit lautet ein neuer Trend, der Menschen dazu verhelfen soll, ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen und somit glücklicher und ausgeglichener zu werden. Oftmals verlaufen das Leben sowie die tägliche Fahrt zum Arbeitsort in einem Autopilot-Zustand. Um diesen Zustand zu reduzieren, können Meditationspraktiken helfen. Auch während des Arbeitsweges kann man versuchen die eigene Umwelt aktiver wahrzunehmen. Der Ausblick auf die Landschaft, der Geruch und Geschmack des morgendlichen Kaffees, die Laute der Vögel. Alle anderen (wertenden) Gedanken sollen dabei ignoriert werden. Klingt simpel, ist aber in der Praxis gar nicht so leicht. Diese Übungen können das Wohlbefinden nachweislich verbessern.

Tipp 5: Entertainment

Ob Musik, Podcast, Hörbuch, klassisches Buch oder Telefonat mit dem besten Freund? Es gibt einige Möglichkeiten, die Zeit effektiv zu nutzen und selbst auf dem Weg zum oder vom Büro zu entspannen. Dinge, die häufig nur in der Freizeit getan werden, können ideal der Unterhaltung während des Pendelns dienen.

Tipp 6: Fahrgemeinschaften

Die Gründung von Fahrgemeinschaften, kann den Weg zur oder von der Arbeit um einiges verschönern. Nette Gespräche und der Austausch mit Kollegen sorgen für Unterhaltung und verkürzen die wahrgenommene Fahrzeit. Die Pendlerapp von Toyota Carpooling unterstützt dich bei der Organisation einer Fahrgemeinschaft mit deinen Kollegen, bei der Suche nach möglichen Mitfahrern oder der Wahl der Verkehrsmittel.

Tipp 7: Mit dem Fahrrad fahren

Nicht nur Berufspendler sondern alle Erwerbstätigen Menschen kennen es: Rückenschmerzen vom tagelangen Sitzen im Auto und am Schreibtisch. Nach der Arbeit noch zum Sport und dann ist Feierabend! Wer kennt dieses Prozedere nicht? Natürlich hat nicht jeder Arbeitnehmer die Möglichkeit, das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen, aber manche eben schon. Und die, die diese Möglichkeit haben, sollten sie auch nutzen. Der Start in den Arbeitsalltag ist ein ganz anderer und die Zeit, die man mit dem Fahrrad länger braucht, kann anschließend beim Sport eingespart werden. Sportliche Pendler legen viele Kilometer zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zurück. Das ist nicht nur billiger als mit Zug, Bahn und Auto sondern umsonst! 

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