Nachhaltigkeit betrifft uns alle. Egal ob im Privat- oder im Berufsleben. Insbesondere Unternehmen und deren Mitarbeiter können durch etwas Achtsamkeit im Alltag einen entscheidenden Beitrag für die Umwelt leisten. Ein durchschnittlicher Angestellter verbringt die meiste Zeit des Tages in Büros. Demnach ist der Arbeitsplatz definitiv ein Ort, an dem eine Veränderung in Richtung Umweltbewusstsein stattfinden sollte.

„Ist das nicht eigentlich Chefsache?“

Sicherlich ist es sinnvoll, wenn das Thema Nachhaltigkeit langfristig in der Unternehmens-DNA verankert wird. Jedoch reicht es manchmal schon aus, wenn Kollegen durch ihr nachhaltiges und umweltfreundliches Verhalten den ersten Schritt in Richtung „Green Office“ machen und so eventuell als Inspiration für eine nachhaltigere Unternehmenskultur dienen.

Agiert das Unternehmen bereits im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung – wird dies als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet. CSR beschreibt die soziale und gesellschaftliche Verantwortungsübernahme durch Unternehmen, die über die Einhaltung festgelegter, rechtlicher Verpflichtungen hinausgeht. Der Fokus von Corporate Social Responsibility liegt dabei auf den drei Säulen des ökonomischen, ökologischen und sozialen Handelns, welches an die jeweiligen internen und externen Anspruchsgruppen des Unternehmens angepasst werden muss.

Viele Unternehmen betreiben bereits aktiv nach außen sichtbares CSR-Management, jedoch ist oftmals das innerbetriebliche Verhalten das, was den Unterschied macht. Daher sollten vor allem die Mitarbeiter aktiv im Bereich der Nachhaltigkeit agieren. Im Folgenden werden einige, leicht umsetzbare Tipps für mehr Bewusstsein im Arbeitsalltag aufgezeigt.

 

Was kann ich zu einem nachhaltigen Arbeitsumfeld beisteuern?

1. Arbeitsunterlagen – wenn möglich – nicht auf Papier drucken

Intelligente Dokumentenverwaltung macht das Ausdrucken und den damit einhergehenden Verbrauch von Papier oftmals überflüssig. Wenn es sich dennoch nicht vermeiden lässt, dann am besten in Form von doppelseitigen, schwarz-weiß Drucken auf Recyclingpapier. Das spart Müll und schont den Drucker. Auch Notizen kann man praktisch vollständig digital verwalten und dadurch zusätzliche Papier sparen.

2. Beim Verlassen von Räumen, Licht aus!

Sollte man der Letzte im Meetingraum oder auf der Toilette sein, bitte das Licht ausschalten, dadurch kann der Energieverbrauch auf Dauer erstaunlich gesenkt werden. Zunächst sollte jedoch hinterfragt werden, ob künstliches Licht in Räumen mit Fenstern nicht sowieso überflüssig ist. Das gleiche gilt für die Heizungsnutzung.

3. Auf Einwegbecher beim Kaffee holen verzichten

Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) werden in Deutschland stündlich 320.000 Einwegbecher verbraucht und dadurch Berge von Müll produziert. Sicherheitshalber immer eine eigene Tasse auf dem Schreibtisch oder in der Küche lagern und somit auf die Einwegbecher in der Kantine verzichten.

Als Anregung fürs nächste Team-Meeting: Unternehmen, die komplett auf Einwegprodukte verzichten und auf Recycling- bzw. Mehrwegalternativen zurückgreifen, haben eine deutlich bessere Klimabilanz als solche, die es nicht tun.

4. Reduzieren des eigenen Wasserverbrauchs

Eine weitere Option, die zu mehr Nachhaltigkeit führt, ist die Beobachtung und Senkung des eigenen Wasserverbrauchs. Das gilt sowohl fürs Hände waschen, als auch für die Essenszubereitung in der Küche.

5. Energieeffiziente Elektrogeräte nachhaltig nutzen

Beim Kauf von Computern, Kaffeemaschinen oder Küchengeräten sollte die Energieeffizienz des Produkts berücksichtigt werden. Darauf haben die Mitarbeiter nicht immer Einfluss – auf die anschließende Nutzung jedoch schon. Außerdem bieten viele Stromanbieter Ökostrom an.

6. Nachhaltige Mobilität durch Video Calls oder Telefonkonferenzen fokussieren

Viel einfach als mit dem Flieger oder Auto zum Meeting in eine andere Stadt oder gar in ein anderes Land zu fliegen. Die gewonnene Zeit nutzt außerdem der Work-Life-Balance und somit der eigenen Zufriedenheit. Beim Weg zur Arbeit fängt das Thema nachhaltige Mobilität natürlich schon an. Dazu existiert bereits ein Blogbeitrag zum Thema Mobilität, der interessante Alternativen zum klassischen Auto aufzeigt.

7. Pflanzen verbessern das Arbeitsklima 

Pflanzen verbessern nachweislich das Raumklima und somit den Gesundheitszustand der Mitarbeiter. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin führt ein „grünes“ Büro zu Minderung krankheitsbedingter Abwesenheit von insgesamt dreieinhalb Tage pro Mitarbeiter im Jahr. Neben dem gesundheitlichen Aspekt, haben Pflanzen auch positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Angestellten, da sie für eine höhere Luftfeuchtigkeit im Raum sorgen. Zu besonders gesundheitsfördernden Exemplaren zählen Efeu, Friedenslilie, Grünlilie, Birkenfeige und Bogenhanf.

8. Angebote zur Gesundheitsfürsorge nutzen

Viele Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern, Möglichkeiten zur Förderung der eigenen Gesundheit in Form von Massagen, Herz-Kreislauftrainings, Yoga oder Tests, die Aufschluss über den aktuellen Gesundheitszustand geben. Wenn der Arbeitgeber solche Angebote zur Verfügung stellt, sollte man sie auch wahrnehmen, denn die eigene Gesundheit kommt im hektischen Büroalltag häufig zu kurz.

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