Nachhaltigkeit & Konsum = Widerspruch? Jein. Unter nachhaltigem Konsum versteht man ein bewussteres und gegebenenfalls reduzierteres Kaufverhalten mit Fokus auf die sozialen, ökonomischen und ökologischen Faktoren eines Produkts.

Es gibt einige Punkte, die man verändern kann, um sein Konsumverhalten bewusster und damit einhergehend auch nachhaltiger zu gestalten. In diesem Blogbeitrag werden wirkungsvolle Ratschläge zum Thema umweltfreundlicher Konsum aufgezeigt. Häufig nimmt man das eigene unachtsame Verhalten gegenüber seiner Umwelt kaum wahr und ist sich somit den möglichen Auswirkungen überhaupt nicht bewusst. Dieser Artikel soll das ändern. Bereits kleine Veränderungen gewohnter Verhaltensweisen, können große Erfolge für die Umwelt mit sich bringen.

Tipp 1: Lokaler Handel statt Onlineshop

Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob lokal kaufen wirklich umweltfreundlicher als Online Shopping ist. Im diesem Abschnitt folgen einige Punkte, die dafür sprechen. Beim Online-Kauf wird beispielsweise deutlich mehr Verpackungsmaterial als beim Kauf im lokalen Handel verwendet. Insbesondere wenn man seine eigene Einkaufstüte in den lokalen Handel mitbringt. In manchen Online-Shops besteht die Möglichkeit bereits benutzte Verpackungen für seine Lieferung zu verwenden. Diese sollte man in jedem Fall nutzen. Außerdem kommt es durch die Belieferung durch Paketzusteller zu einem hohen CO2-Ausstoß. Es sollte darauf geachtet werden, dass am Tag der Lieferung, auch wirklich jemand zuhause ist, der das Paket annehmen kann. Ansonsten muss der Paketdienst einen erneuten Zustellungsversuch durchführen. Beim Weg in die Stadt kann es hilfreich sein, einfach mal auf öffentliche Verkehrsmittel oder das eigene Fahrrad umzusteigen und das Auto in der Garage stehen zu lassen.

  

Tipp 2: Auf Plastiktüten verzichten

Wer kennt ihn nicht? Den routinierten Griff unter bzw. über das Kassenband nach der Einweg-Einkaufstüte. Mittlerweile hat sich das Konsumverhalten dieser Taschen schon deutlich gebessert im Vergleich zu den vergangenen Jahren, da die Plastiktüten in der Regel 10 bis 50 Cent pro Stück kosteten. Viele glauben mit dem Griff nach der Papier- statt der Plastiktüte sei es schon getan. Jedoch werden für die Herstellung von Papiertüten deutlich mehr Ressourcen benötigt als man meinen sollte. Am umweltfreundlichsten ist der Wechsel zur Mehrweg-Einkaufstasche aus Jute oder Baumwolle. Auch hier ist es natürlich nicht förderlich jedes Mal eine neue Tasche zu kaufen. Im besten Fall in Zukunft immer einen kleinen Tragebeutel in der Handtasche oder im Rucksack haben, um dem spontanen Griff nach der Einweg-Einkaufstüte entgegen zu wirken und zusätzlich den Geldbeutel zu schonen und weniger Müll zu produzieren. 

Tipp 3: Ciao, Kaffeebecher-to-go

Ob morgens auf dem Weg zur Arbeit oder nachmittags beim Schlendern durch die Stadt: Der Kaffeebecher-to-go ist häufig ein treuer Begleiter. Auch hier gilt: Mitgebrachte Mehrweg-Becher sind herzlich Willkommen. Wie viele to-go-Becher wird ein einzelner Mensch wohl in seinem Leben verbrauchen, wenn er lediglich 1x die Woche einen Kaffee-to-go holt (wobei der Schnitt pro Kopf deutlich höher liegt)? Die Antwort liegt nah: Zu viele. Nicht nur, dass die weggeworfenen Einweg-Becher häufig die Städte verschmutzen und nicht ordnungsgemäß recycelt werden, für die Herstellung werden zusätzlich kostbare Ressourcen wie Holz und Kunststoff gebraucht. Das gleiche gilt übrigens für den to-go Verzehr eines vermeintlich “gesunden“ Fruchtsafts oder Smoothies. Auch hier werden Unmengen an unnötigem Plastik produziert und anschließend inklusive Strohhalm weggeworfen. Die Nutzungsdauer von durchschnittlich 12 Minuten steht dabei in keinem Verhältnis zum Produktions- und Entsorgungsaufwand eines einzigen Bechers.

Tipp 4: Bewusster kaufen = Weniger wegwerfen

Eine einzige Frage, die viel bewirken kann: Brauche ich das wirklich? Das gilt für alle Bereiche – seien es Lebensmittel, Kleidung oder Elektrogeräte. Lieber mal nein zu neuen Produkten sagen, Kaputtes reparieren lassen oder sich leihen bei einmaliger bzw. seltener Nutzung. Wenn sich der Kauf dennoch nicht vermeiden lässt, bitte an dem Motto „Klasse statt Masse“ orientieren. Der Preis sollte nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Kaufentscheidung sein, sondern die Langlebigkeit des Produkts. „Wer billig kauft, kauft zwei Mal“ muss nicht stimmen, tut es aber leider sehr häufig. Ziel oder Argument eines jeden Kaufs sollte eine lange Lebensdauer sein, denn das kommt der eigenen CO2-Bilanz zu Gute. Um Impuls- und somit häufig Fehlkäufe zu vermeiden, kann es helfen, Einkäufe bewusst zu planen, indem man beispielsweise einen Einkaufszettel schreibt oder sich vorher überlegt, welche Läden man aufsuchen will.

Tipp 5: Saisonale & regionale Lebensmittel kaufen

Im Supermarkt sollte bitte immer auf Hinweise zum Ursprungsort von Lebensmitteln, insbesondere Obst und Gemüse, geachtet werden, um lange Transportwege mit Schiff und Flugzeug sowie übermäßigen Wasserverbrauch zu vermeiden. Da freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch der Gaumen, denn regionale Lebensmittel sind häufig geschmackvoller, frischer und reichhaltiger an gesundheitsfördernden Nährstoffen. Dennoch sollte man im Supermarkt ganz genau hinschauen, denn der Begriff regional ist nicht genau definiert und kann somit von Produkt zu Produkt immer noch große Unterschiede aufweisen. Gut ist, dass regionale Lebensmittel gleichzeitig saisonal sind, denn das eine wäre ohne das andere nicht möglich. Im Internet gibt es eine große Auswahl an regionalen und saisonalen Lebensmittel-Kalendern, die die Kaufentscheidung erleichtern können.

 

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