Unter Nachhaltigkeit versteht man längst keine kurzfristige Trenderscheinung unserer Generation mehr. Vielmehr ist die Definition eine Einstellung sowie die Entscheidung zu einem bewussteren Leben – Jeden Tag aufs Neue. 

Nachhaltigkeit nimmt einen immer größeren Platz in der Gesellschaft und somit auch in allen Lebensbereichen des Einzelnen ein. In unserer Themenreihe „Nachhaltiger Leben“ werden 7 Tipps und Tricks für ein umweltfreundlicheres Leben vorgestellt, die jeder Einzelne mit ein wenig Achtsamkeit und ohne großen Aufwand umsetzen kann. Der heutige Blogbeitrag beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit in den eigenen Vier-Wänden. Gerade hier verstecken sich oft ressourcenraubende Fallen, die einem im alltäglichen Leben gar nicht bewusst sind. Man muss sein gewohntes Verhalten nicht von heute auf morgen komplett umstellen, manchmal kann es schon viel bewirken, aktiv und mit offenen Augen durchs Leben – oder in dem Fall die eigenen vier Wände – zugehen. Verantwortung übernehmen ist nicht leich und verbraucht weniger Ressourcen.

Tipp 1: Bye bye, Standby

Vielen ist es gar nicht bewusst, aber auch im Standby-Modus verbrauchen viele Elektrogeräte wie Radiowecker, Fernseher, Mikrowellen, Computer, Router, Drucker und Musikanlagen noch Strom. Natürlich deutlich weniger als während ihres Gebrauchs, dennoch bedeutet „aus“ nicht gleich „aus“. In Zukunft einfach den Stecker vor der Arbeit ziehen oder auf Stromleisten mit Schaltern zurückgreifen und vor dem Urlaub bitte die Stromsicherung abschalten. Das kostet wenig Zeit, bringt jedoch aufs Ganze gesehen große Erfolge mit sich – auch in finanzieller Hinsicht.

Tipp 2: Elektrogeräte bewusst auswählen

Muss es wirklich der neue Elektroherd sein oder tut es nicht auch ein Gasherd? Bei Hobby-Köchen in der Regel sowieso beliebter. Im Hinblick auf die Umwelt kann auf diese Weise der Ausstoß von Kohlendioxid drastisch reduziert werden. Bei Elektrogroßgeräten lohnt sich auch immer der Blick auf die Energieeffizienzklasse. Diese gibt Aufschluss über den Energieverbrauch des Geräts. Außerdem sollte auch immer die erwartete Lebensdauer ein Kaufkriterium sein, damit das Gerät nicht nach kurzem Gebrauch im Elektroschrott landet. Auch bei täglichen Gebrauchsgegenständen, wie dem Handy oder Tablet, sollte man sich überlegen, ob das „alte“ Gerät nicht auch noch ein Jahr länger seinen Zweck erfüllt.

Tipp 3: Stoßen statt Kippen

Wer richtig lüftet, spart nicht nur Strom und entlastet so seinen Geldbeutel, sondern tut auch seiner Gesundheit etwas Gutes. Durch regelmäßiges Lüften werden unerwünschte Stoffe, die unserer Gesundheit schaden, vernichtet und das Risiko von Schimmelbildung minimiert. Statt Dauerlüften mit gekippten Fernstern, ist es sinnvoller, 1-3 Mal täglich für ein paar Minuten ordentlich Stoßzulüften. Währenddessen kann die Heizung leicht runter gedreht werden.

Tipp 4: Weniger Heizen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das gilt auch für die Raumtemperatur. Im Idealfall beträgt diese im Durchschnitt 20 °C. Natürlich sollte die Temperatur nicht von heute auf morgen um 5 °C reduziert werden. Alle zwei Tage 1 °C weniger und man wird sich ohne Probleme an die neue Raumtemperatur gewöhnen und CO2-Emissionen ohne großen Aufwand reduzieren. Insbesondere bei Räumen, die eher selten oder nur kurz genutzt werden, wie Flur oder Gästezimmer, sollte man dieses nachhaltige Prinzip anwenden.

Tipp 5: Wasser einsparen

Effektives Wassereinsparen beginnt im Badezimmer, geht weiter in der Küche und endet im Garten. Eine simple und dennoch effektive Methode lautet: Duschen statt Baden. Beides hat den gleichen Effekt, jedoch können wir beim Duschen das Wasser zeitweise abstellen, beispielsweise beim Einseifen des Körpers und der Haare. Gleiches gilt fürs Zähne putzen oder Hände waschen. Auch in der Küche kann gezielt überflüssigem Wasserkonsum entgegengewirkt werden, zum Beispiel indem wir die Spülmaschine erst anstellen, wenn sie auch wirklich voll ist. Bei der Bewässerung des Gartens oder der Wohnungspflanzen sollten auf Regenwasser an Stelle von Trinkwasser zurückgegriffen werden, das spart auch ganz beiläufig Abwassergebühren.

Tipp 6: Ökologisches Putzmittel verwenden

Tatsache ist: viele Haushaltsreiniger sind in ihrer Funktion einfach überflüssig und schaden der Umwelt mehr, als dass sie im Haushalt ihren Zweck erfüllen. Es gibt viele alternative und nachhaltige Mittel wie Essig, Backpulver, Kernseife, Zitronensäure und Alkohol. Diese sind nicht nur in den meisten Haushalten auffindbar, sie sind auch noch aus natürlichen Rohstoffen und ohne zusätzliche, chemische Stoffe hergestellt.

Tipp 7: Mülltrennung = Ressourcenschonung

Viele Menschen unserer Generation nehmen das Thema Mülltrennung immer noch auf die leichte Schulter, jedoch ist es wesentlicher Bestandteil des guten Lebens eines jeden einzelnen. In erster Linie gilt es natürlich Müll und insbesondere Plastikmüll zu vermeiden, da das jedoch nicht immer möglich ist, ist die Mülltrennung umso wichtiger. Mülltrennung ist die Voraussetzung für Recycling und Recycling ist die Voraussetzung für die nachhaltige Schonung natürlicher Ressourcen wie Holz und Erdöl.

In der nächsten Woche folgt der zweite Beitrag zur Reihe „Besser Leben“. In diesem werden Möglichkeiten zu einem nachhaltigeren und bewussteren Konsum aufgezeigt.

 

Sind Sie interessiert an der nachhaltigen Mobilitätslösung für Pendler? Gerne können Sie sich bei uns melden!

Weitere Beiträge

Das Pendlersyndrom: Wenn...

Die Deutschen liegen – was das Pendeln angeht – ganz weit vorne. Laut dem...

Nachhaltiges Autofahren

Ein deutscher Haushalt besitzt im Jahr 2018 durchschnittlich ein bis zwei Autos. Im...

Nachhaltiger Essen

Aktuell ist das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde und dennoch wird es hinsichtlich der...