Ein deutscher Haushalt besitzt im Jahr 2018 durchschnittlich ein bis zwei Autos. Im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln ist das Auto – nach dem Flugzeug – das motorisierte Fahrzeug, das am meisten Schadstoffe ausstößt. Darunter fallen Emissionen wie Stickstoffoxide, Kohlenwasserstoffe, Kohlendioxid und Schwefeldioxid. Welche langfristigen Auswirkungen diese auf die Umwelt haben können ist kein Geheimnis und die Folgen betreffen uns alle. Um den Emissionsausstoß von Neuwagen zu reduzieren, hat die EU, die Richtlinien der CO2-Grenzwerte drastisch verschärft. Dadurch konnten in der Vergangenheit bereits große Erfolge hinsichtlich CO2-Einsparungen generiert werden. Doch damit nicht genug: Bis 2030 soll ein Neuwagen rund 37,5% weniger und bis 2025 15% weniger Emissionen freisetzen.

Im besten Fall hast du dich bereits nach dem letzten Beitrag zum Thema Nachhaltige Mobilität (Verlinkung) dazu entschieden, so oft es geht auf motorisierte Fahrzeuge zu verzichten und stattdessen auf Alternativen zurückzugreifen. Bist du jedoch auf die regelmäßige Nutzung deines Autos angewiesen, folgen hier einige Möglichkeiten, wie sich das Autofahren nachhaltiger gestaltet lässt.

Tipp 1: Kraftstoffverbrauch und Emissionswerte beim Autokauf beachten

Ganz genau: Nachhaltiges Fahren beginnt schon beim Autokauf. Auch wenn die CO2-Grenzwerte regelmäßig angezogen werden, lassen sich immer noch große Unterschiede bei verschiedenen Herstellern und Modellen festhalten. Insbesondere beim Kauf von Gebrauchtwagen. Verbrauchs- und Emissionswerte können dabei als Orientierung dienen. Im Internet gibt es viele Tabellen und Statistiken, die die einzelnen Fahrzeug-Werte prüfen und miteinander vergleichen.

Tipp 2: Reifendruck und Gewicht des Fahrzeugs regelmäßig kontrollieren

Je niedriger der Luftdruck in den Reifen, desto höher der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs. Das ist keine Hypothese, sondern ein Fakt. Zu niedriger Reifendruck erhöht zudem den Reifenverschleif. Bereits minimale Abweichungen, der vom Hersteller vorgegebenen Bar-Angabe, führen aufs Jahr hochgerechnet zu gravierenden Unterschieden. Aus diesem Grund sollte der Reifendruck regelmäßig (vor allem vor langen Strecken) an der Tankstelle gemessen werden.

Neben dem Reifendruck ist das Gewicht des gesamten Fahrzeugs ist ein wichtiger Faktor. Je schwerer das Autos, desto höher der Spritverbrauch. Häufig ist dem Fahrer gar nicht bewusst, wie viel Ballast er tagtäglich mit sich herumfährt. Der Blick in den Kofferraum bzw. auf die Rückbank oder das direkte Ausladen der Wasserkästen kann manchmal Wunder bewirken. Auch Dachgepäckträger führen zu überflüssigem Gewicht und sollten daher unverzüglich nach dem Gebrauch wieder abmontiert werden. Das Einsparen jeglichen Gewichts verringert den Emissionsausstoß und somit die Spritkosten.

Tipp 3: Leichtlaufreifen und Leichtlauföl verwenden

Bei Leichtlaufreifen handelt es sich um eine umweltfreundliche Alternative zu gängigen Fahrzeugreifen. Sie weisen im Vergleich mit anderen Reifen einen geringeren Rollwiederstand auf. Das hat positive Auswirkungen auf den Spritverbrauch und somit die Freisetzung von CO2-Emissionen. Diese umweltfreundliche Alternative wirkt außerdem dem Verschleiß von Teilen im Motorblock entgegen.

Durch die Schmiereigenschaften des Leichtlauföls wird die Reibung im Motor verringert. Ergebnis ist eine deutliche Reduktion des Verbrauchs. Ein augenscheinliches Merkmal ist der höhere Preis des Leichtlauföls – das gleicht der geringere Kraftstoffverbrauch jedoch wieder aus. Von den positiven Auswirkungen auf die Umwelt ganz zu schweigen.

Tipp 4: Bewusstes Lüften und Heizen

Sie sind so praktisch und doch so schädlich: Klimaanlagen und Heizungen. Laut dem ADAC verbraucht eine eingeschaltete Klimaanlage im Schnitt 0,3 bis 2,0 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Eine aktive Standheizung verbraucht in etwa 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde. Zur Sicherung der Umwelt und Reduzierung der Spritkosten sollte der Gebrauch der Elektronik im Auto im Gesamten reduziert werden.

Tipp 5: Vorausschauend fahren

Eine vorausschauende und aufmerksame Fahrweise dient der Vermeidung von Unfällen und schont die Umwelt. Laut Bundesumweltministerium lassen sich durch eine vorausschauende Autofahrer etwa fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland einsparen. Es gibt ein paar einfach einzuhaltende Regeln, die sich ab sofort in den Alltag integrieren lassen:

  • Im Stau, bei langen, roten Ampeln oder an Bahnübergängen den Motor ausschalten. Als Maß lässt sich eine Standzeit von 20 Sekunden festhalten.
  • Vorrausschauender Bremsen: wer den Verkehr aufmerksam beobachtet und genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hält, kann abruptes Abbremsen und somit unnötigen Energieverbrauch vermeiden. 
  • Das gleiche gilt für rote Ampeln: Fuß vom Gas und das Fahrzeug ausrollen lassen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Kauf bzw. Wechsels eines Fahrzeugs zugegebenermaßen mit etwas mehr Aufwand verbunden und höchstwahrscheinlich nicht von heute auf morgen realisierbar ist. Einige Tipps können hingegen schon ab der nächsten Autofahrt umgesetzt werden. Hier bitte immer im Hinterkopf haben, dass jede noch so kleine Änderung des ursprünglichen Fahrverhaltens ihren positiven Beitrag auf Umweltschutz und nachhaltige Mobilität leistet.

 

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